Nicht-emanzipative Freiheit?! – Befreiung im/vom Neoliberalismus

Angenommen, unser politisches und soziales Handeln ist selbst zum wesentlichen Teil Produkt unseres sozialen und politischen Geflechts an Beziehungen – wie ist es dann möglich, neue Formen des Subjekts und des Miteinanders zu entwickeln? Wie verhält sich ein neoliberales Freiheitskonzept zum Bestreben, eben jene neoliberalen gesellschaftlichen Strukturen zu überwinden? In diesem Workshop wird es zum einen darum gehen, Probleme neoliberaler Freiheit für eine Emanzipation von tiefgreifenden Herrschaftsformen zu erarbeiten und zum anderen, Wege einer politischen Befreiung zu erkunden, die möglicherweise einer anderen Vorstellung von Freiheit und Subjektivität zugrunde liegen. Während neoliberale Freiheit auf einem individualistischen Subjektverständnis beruht und der Idee anhängt, jede*r könne (nein, müsse!) sich selbst verwirklichen, wird schon dieser Grundgedanke in einem kritischen, sozialphilosophischen Subjektverständnis zurückgewiesen. Daraus folgend erscheint die Möglichkeit der Befreiung von repressiver Herrschaft komplexer und widersprüchlicher. Kann eine Politik der Straße, wie sie Judith Butler beschreibt, fruchtbar gemacht werden für eine tatsächlich zu praktizierende Emanzipation gar von einer repressiven Form neoliberaler Selbstverwirklichungsansprüche?

Constanze Junker promovierte nach ihrem Germanistik und Philosophiestudium bis Januar 2019 erfolgreich mit einer Arbeit zum Thema sozialer Subjektivierung und Freiheit. Derzeit befindet sie sich in Elternzeit.

Donnerstag, 26.09., 11:30 – 13:00 Uhr, Institut für Politikwissenschaften

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